Ein Hochbeet anlegen – Vorteile und Aufbauanleitung

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Ein Hochbeet bauen - Die Vorteile

Gemüse im Hochbeet anzubauen ist einfach und bietet eine Menge Vorteile.

Die Vorteile auf einem Blick:

  1. Grünabfälle aus Haus und Garten können im Hochbeet recycelt werden.
  2. Kein tiefes bücken, einfacher zu gießen und zu bearbeiten.
  3. Das Gemüse kann schneller reifen, früher geerntet werden und die Erträge sind höher. Das liegt daran, dass die Bodentemperatur durch den Verrottungsprozess der verschiedenen Schichten, sowie durch die Sonneneinstrahlung an den Seiten des Hochbeetes höher liegt.
  4. Es sind maximale Nährstoffe im Beet enthalten, was für optimale Anbaubedingungen sorgt.
  5. Keine Staunässe, überflüssiges Wasser kann durch die Drainage abfließen. Durch die Drainage hat man gleichzeitig eine gute Sauerstoffversorgung im Untergrund und verhindert dadurch Krankheiten.
  6. Unkraut ist kein Problem, es kann leicht in Schach gehalten werden.
  7. Keine Chance für Schnecken ans Gemüse zu kommen.

Ein Hochbeet kann auch auf einem Untergrund angelegt werden, der sich ansonsten nicht für den Gemüseanbau eignet.

Ein Hochbeet anlegen – der Standort

Das Hochbeet sollte so angelegt werden, dass es möglichst viel Sonne abbekommt und es sollte mindestens von einer Seite aus begehbar sein.

Zu breit sollte das Beet auch nicht sein, damit man überall gut drankommt. Meistens sind Hochbeete rechteckig und ungefähr 1,20 m breit und ca. 50 bis 80 Zentimeter hoch. Eine Ausrichtung des Hochbeetes in Nord-Süd-Richtung ist optimal, so kann die Sonne voll ausgenutzt werden.

Ich habe mich für ein Holz-Hochbeet entschieden und mir hierfür einfach ein Holzkomposter-Stecksystem mit einer Größe von 170 x 85 cm und einer Höhe von 50 cm ausgesucht. Das schöne hierbei ist, es lässt sich ganz einfach selber zusammenbauen indem man die Hölzer ineinander steckt. Es ist kein bohren, schrauben oder nageln nötig. Die Höhe kann auch beliebig gewählt werden.

Ein Hochbeet anlegen – der Aufbau

Für mein Hochbeet habe ich als Erstes eine Grube von ca. 40-50 cm ausgegraben. Dann die Holzkomposterbretter zusammengesteckt und das Gerüst auf vier Platten gestellt und ausgerichtet. Durch das Aufstellen auf vier Platten haben die untersten Bretter auch keinen Kontakt zur Erde und halten sich länger. Dann habe ich das Hochbeet noch einmal kurz beiseite gestellt, um die Grube mit der ersten Schicht des groben Materials zu füllen. Als nächstes habe ich das Hochbeet wieder an seinen Platz gestellt, mit Unkrautvlies die Innenwände abgedichtet und anschließend habe ich das Hochbeet einfach Schicht für Schicht aufgefüllt.

Das Hochbeet befüllen – Schicht für Schicht:

Ein Hochbeet bauen
  1. Schicht: Grobes Material wie Äste, grober Baumschnitt ca. 20 Zentimeter (die erste Schicht dient als Drainage)
  2. Schicht: ca. 20 cm gehäckselte Äste oder Rindenmulch
  3. Schicht: ca. 15 cm Gartenabfälle wie Laub, Grasschnitt usw. 
  4. Schicht: ausgestochenen Grassoden
  5. Schicht: ca. 20 cm reifer Kompost, Pflanzhumus oder Schwarze Erde (Terra Preta)
  6. Schicht: ausgehobene Erde, frischer Mutterboden oder Blumenerde

Zwischen den Schichten habe ich auf das Material Effektive Mikroorganismen und Urgesteinsmehl verteilt.

Eine Vor-Fermentation des groben Materials mit EM (Effektiven Mikroorganismen) ist ebenfalls vorteilhaft. Dafür einfach den Strauch- und Baumschnitt auf einem Haufen lagern und regelmäßig mit EM (Effektiven Mikroorganismen) besprühen.

Fazit: Ein Hochbeet selber anlegen ist ganz einfach! Es ist eine tolle Sache, wirklich angenehm zu bearbeiten, zu ernten und sehr gut sauber zu halten!